Die B2B Dinnerparty: 5 Best Practices im Event Marketing

Auch, wenn Online Marketing immer persönlicher und individueller wird, darf der Wert von direkter Face-to-Face Kommunikation nicht unterschätzt werden. Eine gute Möglichkeit für Unternehmen den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden nachzukommen sind Events.

Auch wenn Online Marketing immer persönlicher und individueller wird, darf der Wert von direkter Face-to-Face Kommunikation nicht unterschätzt werden. Den individuellen Austausch zwischen zwei Personen kann der oft ausschließlich online stattfindende Dialog nicht ersetzen. Eine Möglichkeit für Unternehmen dem Wunsch der meisten Menschen nach persönlichem Kontakt nachzukommen sind Events.  

Ein Event verhält sich wie eine gute Dinnerparty: Die Gäste müssen eingeladen werden, das Menü muss zusammengestellt, die Zutaten besorgt werden, auch die Lokalität soll stimmen und die Gäste gut unterhalten sein. All das erfordert Organisationstalent. Im Event Marketing ist es nicht anders. Wir möchten hier 5 Best Practices vorstellen, die Ihr nächstes Event und dessen Planung zu einem vollen Erfolg machen:

 

1. Der Anlass: Zusammenkommen

Hauptgrund für ein Event sollte immer Weiterbildung und Austausch sein. Machen wir uns nichts vor: Natürlich sollen Events auch Leads generieren und Kontakt zu potenziellen Neukunden herstellen – dieses Ziel sollte jedoch niemals im Vordergrund stehen. Denn bekommen die Teilnehmer das Gefühl, dass ihnen bloß irgendetwas verkauft werden soll, war das wohl das letzte Event von Ihnen, an dem sie teilgenommen haben. Leadgenerierung sollte vielmehr als positiver Nebeneffekt angesehen werden, Ihre Produkte im Hintergrund stehen. Die Gäste einer Dinnerparty freuen sich schließlich auch auf einen angenehmen Abend unter Freunden und würden ziemlich verdutzt dreischauen, wenn das Ganze plötzlich zu einer Promotionaktion für das neue Standbein des Gastgebers als professioneller Showkoch ausartet.

 

2. Die Einladung: Persönlich

Die postalische Einladung hat bei B2B Events schon lange ausgedient. Die meisten Veranstalter nutzen aus guten Gründen E-Mails, um potenzielle Teilnehmer zu erreichen. Diese warten mit Möglichkeiten auf, die eine Einladungskarte im Briefkasten nicht bieten kann. Beginnen wir bei der Anrede: Diese sollte personalisiert sein, um Ihrem Teilnehmer von Anfang an das Gefühl zu geben, dass Sie gerade ihn bei Ihrem Event dabei haben möchten. Fühlt sich der Kontakt als einer von vielen verlieren Sie den Aspekt der Wertschätzung und  es entsteht schnell das Gefühl einer reinen Verkaufsveranstaltung, das Sie um jeden Preis vermeiden sollten. Auch empfiehlt es sich, Strategien anzuwenden, die das Event relevant für den jeweiligen Empfänger macht. Indem Sie ihn beispielsweise als Teil einer Gruppe adressieren, entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl, das Ihrem Kontakt die Bedeutung des Events für ihn persönlich vor Augen führt:

Treffen Sie andere User und tauschen Sie sich aus!

Einer Einladung zu einem Abendessen bei Menschen, die eigentlich gar nicht Ihrem Freundeskreis oder Arbeitsumfeld angehören, würden Sie schließlich auch skeptisch gegenüber stehen und sich fragen: Was soll ich da? Es sollte immer deutlich sein, welchen Mehrwert der Teilnehmer aus Ihrem Event ziehen kann. Wenden Sie die oben genannten Mittel an, um die Hürde der Angst vor dem Unbekannten zu überwinden und ein Gefühl der Fa­mi­li­a­ri­tät zu vermitteln.

Wenn Sie ein Event veranstalten, das in der Vergangenheit schon einmal stattgefunden hat, bietet es sich ebenfalls an, Ihre Einladung mit “Social Proof”-Elementen zu versehen. Bitten Sie Teilnehmer eines vergangenen Events dieses zu bewerten oder eine Einschätzung zu äußern und bauen Sie positive Zitate an passenden Stellen Ihrer Kommunikation ein.

 

3. Soziale Events – Soziale Medien  

Eine gelungene E-Mail Einladung kann viel bewirken, doch mit der kombinierten Kraft anderer Kanäle holen Sie das Beste aus der Promotion heraus. Die strategische Platzierung auf anderen Kanälen ist ein wahrer Booster, wenn Sie die Anmeldungen in die Höhe treiben möchten. Dazu bieten sich vor allem Ihre Social Media Profile, der unternehmenseigene Blog oder Ihr Newsletter an. XING-Gruppen sind ebenfalls eine wunderbare Möglichkeit, das eigene Event zu platzieren. Hier müssen Sie sich kaum noch Gedanken um die Relevanz des Events für die jeweilige Zielgruppe machen – die richtige Gruppe enthält an sich meist von Anfang an nur Mitglieder, die sich für das jeweilige Thema interessieren.

 

4. Appetit machen: Auf die Inhalte kommt es an

Laut einer Studie des Content Marketing Institute in Zusammenarbeit mit MarketingPros nutzen 77% der B2B Marketer Events als Teil ihrer Content Marketing Strategie. Natürlich sollten Sie Ihren Besuchern vor allem während der Veranstaltung Inhalte bieten, die sie unterrichten und einen klaren Mehrwert für sie generieren. Doch auch die Zeit vor und nach dem Event können und sollten Sie nutzen, um Inhalte sinnvoll zu verbreiten. Geben Sie Ihren Teilnehmern beispielsweise die Möglichkeit, das Event aktiv mitzugestalten, indem Sie sie für Themenschwerpunkte abstimmen oder eigene Inhalte beisteuern lassen. Auch können Sie angemeldeten Kontakten kleine Content-Häppchen im Vorhinein präsentieren, die sie gespannt machen auf die Inhalte Ihres Events. Nicht umsonst werden bei einer gelungenen Dinnerparty auch sogenannte “Appetizer” vor dem eigentlichen Menü serviert, die Appetit auf mehr machen sollen.

Üblicherweise erhalten Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Themen. Niemand möchte jede einzelne Folie einer Präsentation mitschreiben müssen – es wird darum immer gern gesehen, wenn auch solcher Content im Anschluss geteilt wird (Slideshare bietet sich für Präsentationen besonders an). Ebenfalls effektvoll ist ein Blogpost, der den Verlauf des Events rekapituliert und die Highlights noch einmal zusammenfasst – verwenden Sie hier unbedingt auch Bilder.

 

5. Vielfalt und Geschmacksexplosionen – Die richtigen Formate

Langatmige Konferenzen mit stundenlangen Vorträgen in grauen Räumen – würden Sie teilnehmen? Wohl kaum. Neben der Auswahl der richtigen Location sollten Sie vor allem darauf achten, Ihr Event mit den richtigen Formaten zu füllen. Schließlich ist auch bei einem gelungenen Essen besonders die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Geschmacksrichtungen ausschlaggebend für das Lob der Gäste und die Nachfragen nach den umwerfenden Rezepten am Ende des Abends.

Interaktion und Abwechslung sind bei Events die Stichworte. Eine Präsentation nach der anderen zwingt sonst auch die größte Aufmerksamkeitsspanne irgendwann in die Knie.

Probieren Sie verschiedene Variationen aus: Wie wäre es mit kurzen Breakout Sessions, die die Teilnehmer je nach Interesse besuchen können oder einem sogenannten Pecha-Kucha-Vortrag? Hier besteht die Präsentation aus 20 Folien, die nur jeweils 20 Sekunden gezeigt werden dürfen – das wohlbekannte “Death-by-Powerpoint-Syndrom” wird hier sicher nicht auftreten. Für interaktive Diskussionsrunden sollte immer genug Zeit eingeplant werden, denn der Austausch untereinander sollte immer im Fokus Ihres Events stehen.

 

Ein gutes Event ist also ein Cocktail aus hochwertigen Inhalten, gut durchgeschüttelt und nicht repetitiv, einem gelungenen Dialog der Teilnehmer und als buntes Dekofähnchen glänzt eine durchdachte Kommunikationsstrategie. Wenn der Mix stimmt schaffen Sie vor allem eines: Glückliche Gäste.

 

Wenn Sie Beispiele für erfolgreiches Event Marketing aus der Praxis sehen und sich inspirieren lassen möchten, werfen Sie einen Blick auf unseren Blogpost 3 Beispiele für erfolgreiches Event Marketing. Hier finden Sie außerdem eine Event Promotion Checkliste, die Sie für Ihre nächste Veranstaltung nutzen können.

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Julia Hildebrand

Wenn Julia gerade nicht daran arbeitet, ihren Master in Komparatistik abzuschließen, kümmert sie sich bei APTLY um die Content-Erstellung und setzt gemeinsam mit Ihren Kollegen Marketing- und Kreativkonzepte in die Tat um.

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