Das neue E-Mail Marketing – Teil 1

„Früher war alles einfacher und besser“. Diese Floskel, die immer dann herhalten muss, wenn man das Gefühl hat, die Welt würde sich viel zu schnell drehen, mag sich der eine oder andere Marketing-Spezialist auch schon mal gedacht haben.

Gerade im B2B Marketing gab es früher bestensfalls zwei Zielgruppen – Geschäftsführer / C-Level und IT, oder Geschäftsführer / C-Level und Einkäufer. E-Mail-Kampagnen wurden auch an 100.000 Kontakte an einem Tag abgespult. Sender Reputation, Spam Score und Blacklisten waren noch kein Thema. Und der obligatorische Newsletter? Nun ja, ein Newsletter war eben ein Newsletter. Eine Version für alle. Schließlich haben die Leute früher auch alle Ford Tin Lizzy gekauft, als es den nur in schwarz gab. Oder nicht?

Die gute Nachricht ist: Die Welt dreht sich nicht schneller als früher.
Die schlechte Nachricht: Sie hat sich in den letzten paar Jahren einfach weiter gedreht.

Speziell im Mittelstand sieht die Realität bei E-Mail-Marketing und Newsletter aber heute noch genau so aus wie oben beschrieben. Das Problem: Ein nostaglisches Auto wie der Ford Tin Lizzy wird viele interessierte Blicke auf sich ziehen – ein nostaglisches E-Mail-Marketing eher nicht.

E-Mail-Marketing kann heutzutage nämlich viel mehr als nur E-Mails zu verschicken. Moderne E-Mailing-Systeme verfügen über ein smartes Informationsmanagement, das mit Hilfe von Daten aus früheren E-Mail-Kampagnen und Newslettern, aber auch auf Basis von Profileigenschaften wie z.B. der Branche, der Unternehmensgröße oder der PLZ, dynamisch und automatisch die Inhalte für E-Mails und Newsletter anpassen kann. Je individueller E-Mails erscheinen, desto positiver fallen die Reaktionen aus. Typische E-Mail-Kennzahlen wie Öffnungsraten und Klickraten verdoppeln oder verdreifachen sich sogar, sobald sich die E-Mail-Empfänger persönlich angesprochen fühlen. Dabei muss das gar nicht kompliziert sein:

  • Man kann je nach Branche einfach dynamisch ein passendes Bild einfügen.
  • Je nach Unternehmensgröße Lösungen für große oder für kleine Unternehmen anbieten.
  • Je nach PLZ die Signatur des zuständigen Gebietsleiters verwenden.

Erfolgreiches E-Mail-Marketing hört aber bei der E-Mail nicht auf. Entscheidend ist die Frage, was nach dem E-Mail-Versand passiert:

  • Kommen die Leute auf meine Webseite?
  • Wenn ja, was schauen sie sich an?
  • Wann waren sie zuletzt da?

Moderne E-Mail-Marketing-Systeme sind in der Lage, die digitale Reise eines Kontaktes weit über die E-Mail hinaus zu verfolgen. Sie reagieren automatisch auf das Online-Verhalten und passen die Kommunikation intelligent an. Das Resultat:

  • E-Mails, die in puncto Inhalt, Timing und Ansprache relevanter sind als je zuvor.
  • Kunden und Interessenten, die sich persönlich wahrgenommen fühlen.
  • E-Mails und Inhalte, die endlich gelesen werden.

Fazit:

E-Mail-Marketing und Newsletter können nach wie vor gute Ergebnisse liefern und sich für Unternehmen als wertvolles Marketing-Instrument erweisen. Voraussetzung dafür ist, dass Unternehmen ihre Kunden individuell wahrnehmen, eine moderne Marketing-Infrastruktur schaffen und dann auch entsprechend handeln.

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Yvonne Tischler

Yvonne ist Online Marketing Consultant, mit Schwerpunkt im Bereich der Marketing Automation Lösung Pardot. Zudem Ansprechpartnerin zum Thema Inbound Marketing.

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