Eine Tuba macht noch kein Orchester

Inbound Marketing

Alle sprechen über Content. Umso interessanter ist es, dass selbst Marketer manchmal nicht zu erklären wissen, was der Unterschied zwischen Inbound und Content Marketing ist. Für viele ist beides dasselbe. Ein Missverständnis, das Chancen und Investment kostet.

Warum Content Marketing kein Inbound Marketing ist.

Alle sprechen über Content. Umso interessanter ist es, dass selbst Marketer manchmal nicht zu erklären wissen, was der Unterschied zwischen Inbound und Content Marketing ist. Für viele ist beides dasselbe. Ein Missverständnis, das Chancen und Investment kostet.

Um das Verhältnis zwischen Content und Inbound Marketing zu verdeutlichen, will ich an dieser Stelle gerne auf eine simple Analogie zurückgreifen:

Stellen Sie sich einen Konzertbesuch in der Philharmonie vor: Da sitzen viele verschiedene Musiker im Halbkreis mit ihren Instrumenten, gruppiert in die einzelnen Klangbereiche; vor ihnen steht der Dirigent mit erhobenem Taktstock – in den Musikstücken werden immer wieder Soli gespielt, die die Passagen, in denen das Orchester als großes Ganzes voll ertönt, auflockern und die einzelnen Themen der Instrumente vorstellen.

Inbound Marketing steht hierbei für das ganze Orchester der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, das wir so zum klingen bringen, dass die einzelnen Marketing Maßnahmen gemeinsam und harmonisch unserer Zielsetzung zuarbeiten. Content Marketing ist unter diesen Maßnahmen eines der zentralen Instrumente – die kräftig klingende Tuba in unserem Konzert – aber mitnichten ist es das ganze Orchester.

 

Content und Inbound Marketing: Der Unterschied

Der Begriff Content Marketing beschreibt zunächst erst einmal nur, dass Content zu Marketingzwecken eingesetzt und über die zur Verfügung stehenden Kanäle distribuiert wird.

Inbound Marketing zeichnet sich im Kontrast hierzu dadurch aus, dass es Content und E-Mail Marketing, SEO, CRM und weitere Elemente unter einer Strategie vereint. Zentral ist folgender oft zitierter Leitgedanke: Potenzielle Kunden sollen für sie wichtige Inhalte und Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort finden. Durch die Bereitstellung dieser Inhalte kann sich ein Unternehmen über seine Kompetenzen empfehlen.

Alle Maßnahmen einer solchen Inbound Strategie werden durch Analyseprozesse begleitet, deren Ergebnisse nicht nur in die Marketingoptimierung einfließen. Vielmehr geht es darum, dass die gesammelten Daten einer Inbound Kampagne so ausgewertet und interpretiert werden, dass dem Vertrieb Informationen zu (potenziellen) Kunden zugespielt werden können. Dadurch ist Inbound Marketing in der Konsequenz eine vertriebsorientierte Marketing Strategie.

Content Marketing ist fester Bestandteil des Inbound Marketings. Den Inbound Ansatz allerdings nur auf Content Marketing zu reduzieren oder ihn mit diesem gleichzusetzen, verschenkt die Möglichkeiten, die Inbound Strategien für ein effektiveres Marketing und eine optimale Unterstützung der Vertriebsprozesse bieten. Eine klare Unterscheidung ist hier entsprechend wichtig.

 

Sagen wir so: Kräftig in eine Tuba zu pusten erzeugt sicher Aufmerksamkeit und kann schön klingen. Ein ganzes Orchester jedoch, das einem Dirigenten folgt, der seine Mittel einzusetzen weiß, erreicht und involviert den Hörer auf eine komplexe Weise, wie es beim Solo der Tuba nur selten der Fall ist.


Wie die Mechanismen einer intelligent konzipierten Inbound Strategie sich im Detail gestalten, können Sie in unserem Beginner Guide für Marketer erfahren:




Inbound Marketing für Marketer




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Patrick Reichert-Young

Patrick kennt sich mit allen Formen und Finessen des Storytellings aus und lässt seine Kenntnisse in den Bereich des Content Marketing einfließen. Nebenbei zaubert er alles, was mit grafischem Design zu tun hat.

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