Wie Listen und Workflows in HubSpot Sie unterstützen können

HubSpot ist bekannt für seine Inbound Marketing Methode. Doch auch die beste Strategie nützt Ihnen nichts ohne eine ordentliche Segmentierung der Kontakte, sie ist mindestens genauso wichtig für den Erfolg von Kampagnen wie eine saubere Datenbank.

HubSpot ist bekannt für seine Inbound Marketing Methode. Doch auch die beste Inbound Strategie nützt Ihnen nichts ohne eine ordentliche Segmentierung der Kontakte. Segmentieren ist mindestens genauso wichtig für den Erfolg von Kampagnen wie eine saubere Datenbank. Beide helfen bei der Realisierung relevanter Kommunikation, denn: Mit diesen Werkzeugen können Sie Ihre Inbound Leads genau nach deren Wünschen mit auf sie angepassten Inhalten füttern.

Neben dem Content, der hierfür wichtig ist, sind Listen und Workflows in HubSpot unumgänglich für ein erfolgreiches Inbound Marketing.

 

1. Listen

Listen werden in HubSpot dazu verwendet, Kontakte, die definierte und bestimmte Kriterien erfüllen, zu sammeln. Die Kriterien für eine Liste können ganz unterschiedlich sein, Sie haben je nach Anforderung ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Zum Beispiel können Sie alle Kontakte filtern, die einen bestimmten Feld-Wert vorweisen, ein bestimmtes Formular ausgefüllt haben oder einer bestimmten Seite in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Anzahl an Besuchen abgestattet haben.

Natürlich können Sie auch Kriterien kombinieren – entweder mit “Und” oder “Oder” Befehlen. Bei “Oder” Befehlen müssen Sie darauf achten, dass Sie bei jedem neuen Schritt erneut alle Kriterien voraus stellen, die Sie als Standardfilter verwenden. Wenn Sie zum Beispiel alle Kontakte aus Deutschland in Ihrer Liste haben wollen, die Ihr Formular sowohl auf Landing Page 1 als auch auf Landing Page 2 gedownloaded haben, ist “Land = Deutschland” der Standardfilter. Die Regel sieht dann so aus:

hubspot_list_example

Diese Listen können Sie dann für weitere Marketingaktionen zum besseren Targeting verwenden. Listen geben eine gute Übersicht darüber, welcher Ihrer Kontakte in welche Gruppe fällt und wie hoch die Anzahl der jeweiligen Kontakte ist.

Listen können sowohl “Smart” als auch “Static” sein:

  • Eine Smartlist ist eine Liste, die automatisch neue Kontakte aufnimmt, wenn diese die von Ihnen festgelegten Kriterien erfüllen. Solche Listen können Sie hervorragend für Ihre Lead Nurturingstrecken verwenden.
  • Eine Static List ist eine Liste mit allen Kontakten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt die von Ihnen definierten Kriterien erfüllen. Dies ist zum Beispiel für eine einmalige Webinareinladung relevant, die Sie an all Ihre Kontakte senden wollen, die auch beim letzten Mal an Ihrem Webinar teilgenommen haben.

 

2. Workflows

Workflows können sowohl für Marketing Automation als auch für technisches Database Cleansing und Enrichment genutzt werden. Workflows nehmen Ihnen die manuelle Arbeit ab, Kontakte jedes Mal einzeln zu E-Mail Listen hinzufügen zu müssen. Somit können Sie über Workflows Ihre Lead Nurturing Kampagnen automatisieren: Immer wenn ein Kontakt die jeweiligen Startkriterien erfüllt, bekommt er automatisch eine bestimmte E-Mail. Wenn er diese dann geöffnet hat, bekommt er die nächste, beziehungsweise rutscht in den nächsten Schritt, den der Workflow vorgibt.

Ein Beispiel für Database Enrichment ist das folgende: Wenn die “Website URL” der Firma bekannt ist, kann diese automatisch über eine Workfow Action auf die Contact Property des Kontaktes kopiert werden.

Bei jedem Workflow können Startkriterien angeben werden. Als Grundlage hierfür kann entweder eine Liste dienen oder einzelne individuelle Startkriterien, wie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Firma.

hubspot_list_startkriterien

Auch hier können Sie viele verschiedene Kombinationen wählen, um genau im Detail zu segmentieren, welche Kontakte in den Workflow gelangen sollen.

Sie können Workflows zur Aufsetzung von Nurture Programmem verwenden. Hier werden E-Mails automatisch an Kontakte versendet, wenn diese Kontakte die Startkriterien für den Workflow erfüllen. Dies können zum Beispiel alle Kontakte aus Deutschland sein oder alle Kontakte, die ein bestimmtes Produkt von Ihnen in den letzten drei Monaten gekauft haben. Bei den Filterkriterien sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Worauf Sie bei Workflows achten sollten: setzen Sie bei den Startkriterien ein Häkchen für “contacts who already meet these criteria”. Sonst werden nur die Kontakte hinzugefügt, die diese Kriterien nach Aktivierung des Workflows erfüllen und nicht jene, die sich zu einem früheren Zeitpunk schon qualifiziert haben.

hubspot_workflows_enroll_existing_contacts

 

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Listen und Workflows haben also die Gemeinsamkeit, dass man Kriterien dafür festlegen kann, wann Kontakte bereit für eine spezifische Aktion sind. Gerade durch diese Gemeinsamkeit stellt sich jedoch manchmal die Frage: Brauche ich eine Liste oder reichen die Startkriterien des Workflows?

Meine Erfahrung ist, dass sich eine Liste sehr gut dazu eignet, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viele Kontakte in der Datenbank bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Workflows wird nämlich am Anfang leider nicht immer genau angezeigt, wie viele Kontakte die Kriterien erfüllen. Die ungefähren Angaben, die HubSpot hier berechnet, sind nicht immer ausreichend.

Auch ist die Verwendung von Listen ratsam, wenn die Informationen über die Kontakte wiederverwertbar sein sollen. Listen kann man gut zu einem späteren Zeitpunkt für verschiedene Prozesse verwenden, zum Beispiel zu Beginn als Workflow Startkriterium und später als Suppression List für einen anderen Workflow.

Workflow Startkriterien sind sinnvoll, wenn Informationen nur einmal gebraucht werden, zum Beispiel zum Definieren von Personas oder zum Datacleansing.  Oder wenn Sie direkt nachdem ein bestimmtes Formular ausgefüllt wurde, eine Follow-Up E-Mail verschicken wollen.

 

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit HubSpot gemacht? In welchen Fällen benutzen Sie Listen und in welchen Workflows?

 

The following two tabs change content below.

Mechthild Kreuser

Mechthild ist Sozialpsychologin und bei der Aptly GmbH für das Thema Conversion Rate Optimierung verantwortlich. Wenn sie sich nicht gerade mit Analysen von Conversion Prozessen im CRM und Marketing Automation Tools beschäftigt, spielt sie Rollstuhlrugby.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.