Warum sich Marketer „Breaking Bad“ anschauen sollten

Im Marketing geht es genau wie in Fernsehsendungen darum, eine Geschichte zu erzählen. Was also können wir im Marketing von einer Erfolgs-Serie wie „Breaking Bad“ lernen?

Sach- und Lehrbücher über Marketing gibt es in Hülle und Fülle, doch Fernsehsendungen, die sich dem Thema „Marketing“ widmen würden, sind rar gesät (TV-Werbung mal ausgenommen). Ob sich jemand eine Wissenssendung zur Entwicklung und Entstehung von Marketingkampagnen anschauen würde, sei auch mal dahin gestellt.

Trotzdem lädt Eloqua Vince Gilligan als Key Note Speaker zur Eloqua Experience 2013 ein. Der Name sagt Ihnen nichts? Vince Gilligan schrieb und produzierte die US-Serie „Breaking Bad“. Sagt Ihnen auch nichts? „Breaking Bad“ gilt als die erfolgreichste Serie der letzten Jahre, wurde mehrfach ausgezeichnet und beeindruckt vor allem durch die Geschichte, die darin erzählt wird.

Die Parallelen zwischen Fernsehen und Marketing

Wenn also einer der führenden Marketing-Automation-Anbieter den Autor und Produzenten einer Fernsehserie als Key Note Speaker einlädt, muss es einen guten Grund geben. Der Grund ist natürlich „Breaking Bad“. Und dabei insbesondere weniger der Inhalt als solcher (es sei denn, Sie sind gerade dabei alternative Karriereoptionen zu evaluieren), sondern viel mehr die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird.

Von der ersten Szene an zieht sich in der Serie ein roter Faden durch, der in jeder Folge wiedererkennbar ist. Jede Handlung hat einen Grund, nichts geschieht beiläufig oder zufällig, und dennoch wirkt jedes Ereignis schlüssig und authentisch.

Um die Parallelen zum Marketing zu erkennen, lesen Sie den letzten Absatz einfach nochmal, und ersetzen Sie die TV-Begriffe wie „Szene“, „Serie“ oder „Folge“ mit „Kontakt“, „Kampagne“ und „Stufe“. Mehrstufige Kampagnen, vom Erstkontakt bis zum Geschäftsabschluss und darüber hinaus, brauchen ebenfalls einen roten Faden, eine Geschichte, die schlüssig und authentisch ist.

Marketing ist Storytelling

Im Marketing geht es ebenfalls darum, eine Geschichte zu erzählen. Gerade im B2B Marketing, wo es häufig um erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen geht, braucht es mehrere Touchpoints, damit die Geschichte verständlich und glaubhaft wird. Dabei muss die Kommunikation authentisch und relevant bleiben. Vince Gilligan hat dazu einen einfachen Tipp parat:

„Assume your audience is smarter than you and has a ‘BS’ detector built in.“

Das Marketing darf also die Zielgruppe nicht für dumm verkaufen.

Eine gute Geschichte zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Raum für Phantasie lässt. Heißt also, man muss nicht immer alles ins letzte Detail erzählen. Kommunikation ist umso spannender, wenn erst die einzelnen Episoden einer Geschichte zusammen das große Bild ergeben.

Und letztendlich sind wir selbst nicht nur Ersteller von Marketing, sondern auch Empfänger. Wir arbeiten in der gleichen Branche wie unsere Zielgruppen, beschäftigen uns mit den gleichen Herausforderungen und Themen, interessieren uns für ähnliche Dinge und Trends. Wenn wir uns also in die Schuhe unserer Zielgruppe begeben und unsere Marketinggeschichte mit deren Augen sehen, ist das ein hervorragender Test, um festzustellen, ob unsere Geschichte gut gelungen ist. Kurzum, falls Ihr eigenes Marketing es nicht schafft, Sie selbst und Ihre Kollegen zu fesseln, sollten Sie Ihre Story vielleicht überarbeiten.

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Matthias Rothkoegel

Matthias beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Marketing Automation, E-Mail-Marketing, Lead Generation und Inbound Marketing. Als Mitbegründer, Geschäftsführer und Senior Consultant bei APTLY berät er Kunden bei der Erstellung und Umsetzung von Marketing-Strategien im B2B.

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